Darreichung

Darreichung homöopathischer Mittel
für Katzen

Es gibt homöopathische Mittel für orale Gaben in Form von Globuli, Tabletten und als Tropfen.

Wichtig ist immer, daß das homöopathische Mittel mit der Mundschleimhaut in Kontakt kommt. Daher ist die direkte Gabe ins Mäulchen zu empfehlen. Da dies aber bei nicht jeder Katze möglich ist, gibt es auch andere „Tricks“. Grundsätzlich aber sollten homöopathische Mittel nicht in Leckerlies o.ä. versteckt werden, denn dann schlingt die Katze alles gleich herunter, es kommt kein Kontakt mit der Mundschleimhaut zustande.

Katze LunaTierärzte spritzen oft homöopathische Mittel. Auch hier kommt das homöopathische Mittel nicht mit der Mundschleimhaut in Kontakt. Aber von Erfahrungsberichten her weiß ich, daß die homöopathischen Mittel dennoch auch hier ihre Wirkung tun können. Jede Spritze aber ist immer auch ein Einstich in die Haut und birgt somit immer auch ein kleines gewisses Risiko. Daher lieber orale Gaben der Spritze vorziehen.

Am Praktischsten sind Globuli, die ich selber auch in meinen Beratungen empfehle. Globuli sind kleine Streukügelchen, i.d.R. kleiner als ein Stecknadelkopf. Sie sind auf Rohrzuckerbasis und werden von den Katzen problemlos genommen. Man kann der Katze die Globuli direkt sanft seitlich ins Mäulchen einstreichen. Alternativ kann man die Globuli zuerst in ein wenig Wasser auflösen, dies dann der Katze in Kondensmilch o.ä. geben, sodaß sie es dann aufschleckt. Diese beiden Arten der Gaben bei Globuli sind die bewährtesten.

Homöopathische Mittel in Tablettenform sind keine herkömmlichen Tabletten. Diese Tabletten sind auf Milchzuckerbasis und werden von unseren Katzen ebenso problemlos genommen. Allerdings nehmen die wenigsten Katzen diese Tablette direkt einfach auf. Sie spucken sie meistens aus. Auch daher empfehle ich selber lieber Globuli. Die Tabletten aber kann man ganz einfach zu Pulver zermalmen, dies dann in ein wenig Kondensmilch o.ä. geben.

Da bei Tropfen der Trägerstoff Alkohol ist, die Tropfen also Alkohol enthalten, sind sie für unsere Katzen ungeeignet. Denn jede Katze wird den Alkohol verweigern. Haben Sie nur Tropfen zur Hand und keine Alternative, warum auch immer, können Sie die Tropfen aber in ein wenig Wasser geben und dies ein paar Stunden stehen lassen; mit der Zeit wird der Alkohol verfliegen, sodaß Sie den Rest, der natürlich noch die homöopathischen Informationen enthält, Ihrer Katze geben können.

Wählen Sie entsprechend bitte Globuli oder Tabletten, was Ihnen bzw. Ihrer Katze besser gefällt bzw. für Sie am einfachsten ist.

Bei Streunerkatzen wähle ich oft die Variante, daß ich die Globuli oben aufs Feuchtfutter streue, habe ich aber Kondensmilch parat, bekommen auch Streunerkatzen in Wasser aufgelöste Globuli in etwas Kondensmilch.

KatzenbabyBei sehr häufigen Gaben sollten Sie die indirekten Gaben vorziehen, damit Ihre Katze nicht „genervt“ wird.

Statt Kondensmilch können Sie natürlich auch anderes wählen, wenn es katzengerecht ist und Ihre Katze es mag, wie u.a. Soße vom Feuchtfutter, Olivenöl, Quark, Joghurt, Milch, Thunfischsoße, etc. – immer aber nur kleine Mengen.

Bei sehr kranken Katzen, die nicht fressen und nicht trinken, bleibt oft als Möglichkeit noch die Variante mit einer Einwegspritze, die in Wasser aufgelöste Globuli enthält, was man der Katze ganz sanft vorne seitlich ins Mäulchen einträufelt.

Bei einer erwachsenen und stabilen Katze beträgt die Menge pro Gabe immer 1 Tablette bzw. ca. 5-7 Globuli bzw. Tropfen. Haben Sie größere Globuli, die einem großen Stecknadelkopf ähneln (eher im Ausland der Fall, wie z.B. auf den kanarischen Inseln) entspricht eine Gabe nur 1 Globuli.

Sehr geschwächte Katzen und Katzenbabys sollten etwas weniger pro Gabe erhalten.

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