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Homöopathie für Katzen

Welche Globuli helfen bei…?

Welche Globuli helfen bei…?
Welches homöopathische Mittel hilft bei…?

Diese Frage wird mir sehr oft gestellt. Und meine Antwort ist fast immer gleich: „Die Homöopathie ist nicht so einfach, wie man oft denkt“.

Denn es gibt selten das eine homöopathische Mittel für ein Symptom, für eine Krankheit.

Nur weil man die Homöopathie nicht studieren muß bzw. kann, weil man homöopathische Mittel ohne Rezept frei in der Apotheke bekommt, etc., ist sie noch lange nicht eine simple Geschichte. Im Gegenteil, es braucht Jahre lange Erfahrungen, um ein wirklich guter Homöopath zu werden. Und auch dann lernt jeder Homöopath täglich immer noch dazu.

Es gibt bei akuten, direkten und symptomatischen Beschwerden sowie bei Organunterstützungen durchaus homöopathische Mittel, die sich pauschal bewährt haben. So gibt es z.B. ein homöopathisches Mittel, das sich direkt zur Unterstützung der Wundheilung bewährt hat, ein anderes, das bei einem Wespenstich hilft, ein weiteres, das bei Knochenbrüchen das Zuwachsen unterstützt, etc. Es gibt bestimmte homöopathische Mittel, die sich bewährt haben bei einem Leberproblem, andere bei einer Niereninsuffizienz, ein weiteres bei einer Herzschwäche, etc.

Ist etwas direkt und akut oder ein Organproblem, hat man durchaus die Chance, das eine oder andere recht pauschale homöopathische Mittel zu wählen bzw. zu finden. Doch auch hier kann es oft etwas komplizierter werden. So gibt es, als Beispiel, bei Entzündungen diverse homöopathische Mittel, die sich jeweils danach richten, wie genau diese Entzündung nun aussieht: rot und geschwollen oder mit Eiter oder mit dunklem Blut oder mit Pusteln oder sie riecht stark – jede einzelne Entzündungsart erfordert hier ein anderes homöopathisches Mittel.

Eine kleine Liste über homöopathische Notfallmittel in dieser Hinsicht habe ich hier für Sie zusammengestellt: Homöopathische Notfallmittel für Katzen

Und für weitere, direkte symptomatische Beschwerden, die akut aufgetreten sind sowie für Organunterstützungen habe ich mein Buch „Symptomatische Homöopathie für Katzen – homöopathische Hausapotheke“ geschrieben.

Bei chronischen Beschwerden aber, die schon länger bestehen, wenn die Katze gesamt aus dem Gleichgewicht geraten ist, das Immunsystem gesamt geschwächt ist, bei mehreren Symptomen und Beschwerden, wenn eines zum anderen führt, wenn Medikamente und sonstige weitere Belastungen eine Rolle spielen, dann muß man immer alles gesamt betrachten, komplett ins Detail gehen, die Katze gesamt unterstützen, die Ernährung mit einbeziehen, etc. Hier kann ein symptomatisches Mittel vielleicht ein wenig Erleichterung bringen, es wird aber niemals ausreichen, daß die Katze wirklich gesamt und langfristig wieder gesund wird.

Hier sollten Sie sich auf jeden Fall an einen fachkundigen Katzenhomöopathen bzw. Tierheilpraktiker wenden, der Ihre Katze im Gesamten, mit Charakter, Geschichte, Umfeld, Ernährung, bisherigen Medikamenten und sonstigen Belastungen, wirklich mit allem betrachtet und entsprechend gesamt und gezielt homöopathisch unterstützt, inklusive persönlichem homöopathischen Konstitutionsmittel. Oft muß auch zuerst der Körper homöopathisch gereinigt werden, es muß erkannt werden, was die eigentliche Ursache ist, die man angehen muß. Und manchmal sind auch weitere naturheilkundliche Maßnahmen sinnvoll, zusätzlich zur Homöopathie.

Welches homöopathische Mittel regt den Appetit der Katze an?

Hier muß ich Sie leider enttäuschen. Denn es gibt hier kein Mittel, es kann auch keines geben. Denn es gibt ja einen Grund, eine Ursache, warum die Katze nicht fressen mag, nicht fressen kann.

Daher wird nichts auf der Welt ihr hier helfen, solange die Ursache noch besteht. Es muß also die Ursache gefunden und behoben werden, der Grund, warum die Katze nicht fressen mag. Und der Grund kann, wie so oft, mannigfaltig sein. Auf jeden Fall aber geht es ihr nicht gut, sie ist krank.

 

Ursachen können u.a. sein eine Vergiftung, eine starke Niereninsuffizienz, ein großer Tumor, aber noch vieles mehr.

 

In dieser Hinsicht, wenn man die Ursache angeht, hat die Homöopathie durchaus ihre Möglichkeiten. Die Homöopathie kann die Nieren unterstützen, sie kann eine leichtere Vergiftung aus dem Körper leiten, die Übelkeit nehmen, ggf. auch Tumore reduzieren.

 

Natürlich sollten Sie hier auch mit Ihrer Katze zum Tierarzt, der eine gute Diagnose macht und mit seinen schulmedizinischen Möglichkeiten die Ursache ausmacht bzw. versucht auszumachen.

 

Geht es Ihrer Katze dann wieder besser, ist die Ursache behoben bzw. gemildert, werden bei kranken Nieren die Nieren direkt unterstützt als Beispiel, dann wird sie auch wieder Appetit haben und fressen.

 

Homöopathie ist nicht gleich Homöopathie

Es gibt über 3.000 homöopathische Einzelmittel und unzählige Potenzen pro Mittel. Und die Homöopathie kann nur dann ihre großartige Wirkung erzielen, wenn das bzw. die homöopathischen Mittel gegeben werden, die tatsächlich angezeigt sind, in der richtigen Potenz.

Zusätzlich ist aber immer auch die mögliche auslösende Ursache mit zu berücksichtigen, wie z.B. Impfungen, Medikamente, die Ernährung, seelische Belastungen und Streß sowie die jeweilige „Vorgeschichte“.

Wenn die Homöopathie also nicht hilft, dann heißt dies „nur“, daß nicht das richtige Mittel in der richtigen Potenz gegeben wurde bzw. daß die auslösende Ursache ggf. noch vorhanden ist.

Daher bedeutet es niemals, daß die Homöopathie „nichts bringt“, wenn bereits homöopathische Mittel gegeben wurden, aber erfolglos. Dies ist nicht der Beweis dafür, daß die Homöopathie Unsinn ist, sondern es beweist nur, daß nicht die richtigen homöopathischen Mittel gegeben wurden.

Dies ist z.B. dann der Fall, wenn Sie selber bei Ihrer Katze homöopathische Mittel versuchen, Ihnen aber die entsprechenden Fachkenntnisse und Erfahrungen fehlen, Sie vielleicht einfach das nächste Homöopathiebuch zu Rate gezogen haben.

Auch der Tierarzt ist leider selten ein wirklich fachkundiger Homöopath, denn er nutzt die Homöopathie i.d.R. wie die Schulmedizin und wählt laut einer Liste ein Mittel für ein Symptom; dies aber ist nie eine wirklich fachkundige homöopathische Unterstützung, ebenso wenig wie homöopathische Komplexmittel, die aus diversen homöopathischen Einzelmitteln bestehen, also praktisch ein „homöopathischer Cocktail“ sind, in der Hoffnung, daß das eine oder andere homöopathische Mittel doch dabei ist, das tatsächlich angezeigt ist.

Nicht zu vergessen, daß homöopathische Mittel sich auch untereinander beeinflussen und aufheben können.

Bei kleineren symptomatischen Beschwerden können Sie natürlich gerne selber die Homöopathie versuchen. Bitte aber haben Sie immer Respekt vor der Homöopathie und wählen Sie ausschließlich niedrige Potenzen.

Und natürlich ist es immer wünschenswert, wenn auch der Tierarzt die Homöopathie den schulmedizinischen Medikamenten vorzieht.

Doch bei größeren, mehreren, länger bestehenden und gerade auch chronischen  Beschwerden sollten Sie sich immer an einen wirklich fachkundigen Katzenhomöopathen wenden, der über langjährige Erfahrungen und gute Kenntnisse der Homöopathie verfügt.

Denn Homöopathie ist nie gleich Homöopathie…

Homöopathie oder Schulmedizin?

Homöopathie für Katzen

Die Schulmedizin nutzt i.d.R. Medikamente und Mittel, die gegen ein Symptom gegenwirken sollen. Meist wird hier nur das Symptom betrachtet, selten der ganzheitliche Aspekt inklusive Ursachenergründung.

Jedes Medikament aber unterdrückt immer nur das Symptom, geht nicht an die Ursache. Ferner belastet jedes Medikament den Körper stark und hat mögliche Nebenwirkungen.

Die Homöopathie dagegen ist eine sanfte Naturheilkunde, die immer mit der Natur arbeitet, nicht gegen sie. Sie gibt dem Körper praktisch „Impulse“, das „innere und äußere Gleichgewicht“ wieder herzustellen, die eigenen Selbstheilungskräfte wieder anzuregen, das Immunsystem wieder eigens zu stärken.

Die Homöopathie gibt dem Körper praktisch die „Anregung“, das zu übernehmen, was jeder Körper normalerweise von Natur aus kann, die Selbstheilung, wenn der Körper diese Kraft z.Zt. von selber nicht ausreichend hat.

Ein guter Homöopath wird auch immer ganzheitlich und gesamt betrachten, alles berücksichtigen, mögliche Ursachen abklären und beheben.