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Ganzheitliche Katzenberatung im Internet: Katzenhomöopathie – Katzenpsychologie

Katzeninformationen

Viele weiteren Informationen zu und über unsere Katzen finden Sie in meiner

“Ganzheitlichen Katzenfibel”

…und auf unserem Katzenportal.net.

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A: Katzenalter in Menschenjahren

Man sagt, daß im Durchschnitt ein Katzenjahr 5 Menschenjahren entspricht.

Allerdings verläuft dieses Äterwerden unserer Samtpfötchen nicht gleichmäßig im Verhältnis zu unseren Menschenjahren. In den ersten Jahren wird unser Kätzchen sehr schnell erwachsen, sodaß hier pro Jahr weit mehr als 5 Menschenjahre gerechnet werden müssen. Im Laufe seines Katzenlebens gleicht unser Tiger dieses rasante Erwachsenwerden dann aber wieder aus, sodaß nach den ersten Jahren durchaus weniger als 5 Menschenjahre pro Katzenjahr gezählt werden. Eine clevere Einrichtung der Katzenevolution, oder?

So können Katzen durchaus gut 20 Jahre alt werden, wobei auch 14 schon ein gutes Katzenalter ist. Ich kenne auch Katzen, die 25 Jahre alt wurden; dennoch aber ist dies schon, leider, eher eine Ausnahme. Die Spanne, wie alt unsere Stubentiger werden können, ist also sehr groß und hängt von vielen Faktoren ab, nicht zuletzt von den eigenen Katzenanlagen als auch von einem glücklichen, zufriedenen Katzenleben mit einer vor allem guten, entspannten, gesunden und glücklichen Basis.

Auch ist die Entwicklung jeder einzelnen Katze so unterschiedlich, daß eine 16jährige Katze z.B. nicht ein einziges Anzeichen von Altersbeschwerden zeigt, der 2jährige Kater aber sich schon so erwachsen fühlt, daß ihn ein Spielen mit Fellmäusen hochgradig langweilt.

Die folgende Tabelle finde ich selber äußerst interessant und aufschlußreich, sodaß ich Sie hier für alle Katzeneltern noch einmal veröffentlichen möchte:

Katzenalter in Menschenjahren
6 Monate 10 Jahre
8 Monate 13 Jahre
1 Jahr 15 Jahre
2 Jahre 24 Jahre
4 Jahre 32 Jahre
6 Jahre 40 Jahre
8 Jahre 48 Jahre
10 Jahre 56 Jahre
12 Jahre 64 Jahre
14 Jahre 72 Jahre
16 Jahre 80 Jahre
18 Jahre 88 Jahre
20 Jahre 96 Jahre
21 Jahre 100 Jahre
22 Jahre 104 Jahre

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F: Freigänger oder Wohnungskatze?

Auf alle Fälle ist dieses Thema eine Frage der Gewohnheit. Eine Katze, die immer drinnen gehalten wurde, vermißt ihre Freiheit nicht. Eine Katze, die Spaziergänge in der freien Natur jedoch gewohnt ist, wird sich nie als reine Wohnungskatze halten lassen.

Tatsache ist, daß Katzen von Natur aus ins Freie gehören. Einschränkend dazu möchte ich einwenden, daß frei laufende Katzen auch vielen Gefahren ausgesetzt sind: Tierfänger, Straßenverkehr, Jäger, Vergiftung, Rivierkämpfe…

Ein guter Kompromiß, gerade in der Nähe von stark befahrenen Straßen, ist so ein eingezäuntes Gartenparadies, also ohne Gefahren, jedoch so groß wie nur irgend möglich.

Allerdings enspricht diese Möglichkeit nicht allzu oft den gegebenen Umständen.

Wieviel Freiraum Sie Ihrer Katze gestatten, liegt natürlich einzig und allein bei Ihnen. Bedenken Sie aber bitte immer die Gefahren, die draußen lauern. Und bedenken Sie gleichzeitig, daß Ihre Katze die frische Luft liebt!

Gönnen Sie ihr zumindest frische Luft auf dem Balkon, auf einer eingezäunten Terrasse oder immerhin durch das weit geöffnete Fenster, das Sie beispielsweise mit einem Katzennetz oder Fliegengitter gesichert haben.

Unsere ersten Katzen waren als reine Wohnungskatzen aufgewachsen. Als wir dann aber in ein Häuschen im Grünen zogen, erkannten sie schnell die Vorzüge und liebten von da an ihre eingezäunte Terrasse über alles. Sie waren es so gewohnt und wären nie auf die Idee gekommen, mehr Freiraum zu fordern. Unser kleinster Kater dagegen ist dort aufgewachsen und liebt seine Freiheit draußen über alles.

Ich weiß noch genau, wie Sandy damals die große Freiheit selber entdeckte: Er wuchs zwar im eingezäunten Terrassenbereich auf, kletterte aber natürlich immer wieder auf den hohen Lattenzaun – bis er endlich all seinen Mut zuasmmenfaßte und entdeckte, daß man doch tatsächlich auch auf die andere Seite herunterspringen kann. Sie können sich das sicher vorstellen, ich im Bademantel, mit Turnschuhen, für alle Nachbarn sichtbar, auf Katerfang. Inzwischen haben wir uns aber alle an die für uns damals neue Situation gewöhnt, und Sandy dreht draußen allein regelmäßig seine Runden. Natürlich bleibt er auch über nacht weg; schließlich sind Katzen von Haus aus ja Nachttiere. Aber Sandy beweist uns immer wieder, daß er bei der kleinsten Unannehmlichkeit, wie z.B. Ärger mit einem Nachbarskater, klirrige Frostnächte, unbekannter Lärm draußen, immer schnellstmöglich nach Hause kommt. Fremden Menschen gegenüber ist er eh skeptisch und immer auf Abstand bedacht, hier brauchen wir uns also auch keine Sorgen zu machen.

Sandys “über den Zaun ausbüchsen” beweist, auch mir, daß Katzen ihre Freiheit in der Natur brauchen, wenn es möglich ist. Und wenn irgend möglich, sollten man dann der Katze beibringen, nie Fremden gegenüber zu zutraulich zu sein – denn Tierfänger sind leider immer noch eine der größten Gefahren für freilaufende Katzen.

Aber auch der Straßenverkehr ist nicht zu verachten. Eine Katze, die ihre Freiheit gewohnt ist, hat selbstverständlich aber auch nach und nach ihre Erfahrungen gemacht. Sandy selber hat uns so auch schon bewiesen, daß er grundsätzlich erst nach links schaut, bevor er die Straßenseite wechselt…

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G: Gift für Katzen

Bei den meisten Stoffen versteht es sich von selber, daß sie giftig sind – für Menschen genauso wie für Katzen. Schützen Sie Ihre Tiger vor gefährlichen Dingen so, als wären es Ihre Kinder – und Sie gehen garantiert auf Nummer sicher.

Gift oder zumindest unverträglich für Katzen sind unter anderem:
  • Schweinefleisch
  • Aspirin
  • Ätherische Öle
  • Säuren
  • Jodhaltige Produkte
  • Rizinusöl
  • Kosmetika
  • Mottenkugeln u.ä.
  • Phosphorhaltige Substanzen
  • Alkohol
  • Tabak
  • Alkoholhaltige Produkte
  • viele Zierpflanzen

Normalerweise meidet eine Katze automatisch Dinge, die sie nicht verträgt. So können Sie meistens auch für Katzen giftige Zierpflanzen aufstellen, ohne für die Tiere ein Risiko einzugehen. Eine Garantie gibt es jedoch nie. Sollten Sie also Ihre Katze auch nur einmal beim Knabbern an Ihren guten Pflanzen erwischen, prüfen Sie vorsichtshalber bitte deren Ungiftigkeit.

Hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten für Katzen giftigen Zierpflanzen:

Alpenveilchen – Anemonen – Azaleen – Chrysanthemen – Clematis – Edelweiß – Efeu – Farne – Fingerhut  – Geranien – Hortensien – Kakteen – Krokus – Löwenzahn – Lupinen – Maiglöckchen – Narzissen – Nelken – Orchideen – Primeln – Rhododendron – Schneeglöckchen
- Tabakpflanzen – Tollkirschen – Tomatenpflanzen – Tulpen – Usambaraveilchen – Wacholder – Weihnachtsstern

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J: Jäger

Traurig aber wahr: Immer wieder werden Katzen auch Opfer von Jägern. Daher ist es wichtig, wenn Ihre Katze Freigänger ist, daß Sie sich hier erkundigen, wie es sich bei Ihnen vor Ort mit dem Thema Jagd verhält.

Gesetzlich darf ein Jäger eine Katze dann nicht abschießen, wenn sie sich in einem Umkreis von 200m von ihrem Zuhause aufhält. Doch welche Katze hält sich hieran…

Die Lösung ist hier einzig, daß Sie so wohnen, daß es dort keine Jäger gibt. Oder Sie haben ein riesiges (!) Grundstück, das Sie Ihr Eigentum nennen können – aber auch hier sind Sie und Ihre Katze nur dann vor Jägern wirklich sicher, wenn Ihr gesamtes Grundstück von einem Zaun umgeben ist! Denn ohne Zaun bzw. entsprechende Begrenzung darf auch auf Ihrem Grundstück gejagt werden, und dies sogar laut Gesetz!

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K: Kinder und Katzen

Das hängt einzig allein von Ihnen ab! Sie haben es in der Hand, Ihrem Kind den richtigen Umgang mit einer Katze beizubringen.

Grundsätzlich aber ist eine Katze nicht zu empfehlen, wenn Sie vor allem kleinere Kinder haben und über ein Haustier nachdenken. Gerade Katzen haben ihren eigenen Kopf, möchten sich öfter zurückziehen. Nur, wenn Sie selber bereit sind, Mühe und Zeit aufzuwenden, Ihrem Kind die Eigenschaften der Katze zu erklären und zu zeigen, dann können auch kleine Kinder und Katzen wunderbar miteinander auskommen und sich gegenseitig lieben lernen. Aber nur dann!

Wichtig ist mir an dieser Stelle: Schaffen Sie sich bitte NIE eine Katze oder ein anderes Haustier an, nur weil Sie Ihren Kindern ein neues Spielzeug schenken möchten!

Wenn Sie sich für ein Haustier entscheiden und Kinder haben, dann müssen Sie zusammen mit Ihren Kindern bereit sein, dazuzulernen, eine neue Verantwortung zu übernehmen, zu akzeptieren und einiges zu erdulden.

Wenn nun aber schon lange eine Katze zu Ihrem Haushalt gehört, sich bei Ihnen selber aber Nachwuchs ankündigt, dann stellen Sie sich Ihre Katze immer als ein eifersüchtiges Geschwisterchen vor – und schon wissen Sie, wie Sie sich verhalten müssen, damit auch später noch eine Harmonie garantiert ist.

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M: Massage für Katzen

Auch für unsere Katzen kann eine Massage wohltuend und entspannend sein!

So wohltuend, wie für uns Menschen eine Massage sein kann, so kann sie auch unsere Katzen entspannen!

Testen Sie aus, ob Ihr Tiger die Massage liebt, bitte aber liebevoll und sanft. Sollte Ihre Katze dies jedoch (noch) nicht mögen, so akzeptieren Sie dies bitte auch – und lassen Sie sie.

Erlaubt Ihnen Ihr Liebling aber einen derartigen Vertrauensbeweis, kann ich eine Massage, vorsichtig und liebevoll ausgeführt versteht sich, absolut empfehlen.

Insbesondere die uns Menschen bekannte Fußreflexzonenmassage, an den Pfötchen unseres Vierbeiners angewandt, vermag ähnliche zusammenhängende Wirkungen erzielen wie bei uns Menschen – die pure Entspannung. Probieren Sie es aus!

Grundsätzlich: Testen Sie es aus, liebevoll und sanft, aber zwingen Sie Ihre Katze bitte nie zu etwas, was sie nicht mag…

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P: Parasiten

Flöhe und Zecken – unliebsame Hausgenossen, Parasiten, die jeder Freigänger gut kennt…

Um diesen kleinen Tierchen den Geschmack zu verderben, hilft ein einfaches Hausmittelchen: Bierhefe.

Geben Sie Ihrem Kätzchen zu den “gefährlichen Jahreszeiten” ein wenig Bierhefe (z.B. Bierhefeflocken oder auch -tabletten) ins Futter. Die Tiere verändern so ihren Körpergeruch – einen Geruch, den Flöhe und Zecken abstoßend finden. Sie meiden also Ihre Katze.

Eine andere Alternative, die den Körpergeruch der Katze entsprechend verändert, sind Knoblauchtabletten für Katzen, die speziell in dieser Hinsicht im Handel erhältlich sind.

Zeckenentfernung: Entweder, Sie besorgen sich eine Zeckenzange. Oder Sie fassen die Zecke sanft aber bestimmt so weit unten wie möglich am Hautansatz der Katze, drehen sie nach rechts und ziehen sie gleichzeitig mit der Rechtsdrehung in einem heraus (denn eine Zecke dreht sich links herum in den Körper).

Von Floh- und Zeckenhalsbändern halte ich persönlich nicht allzu viel, da diese oft chemische Stoffe enthalten (übrigens gibt es auch Katzen, die auf diese Stoffe allergisch reagieren). Außerdem gibt es wohl kaum eine Katze, die sich freiwillig so ein Halsband umlegen würde…

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S: Spiel mit mir…

Die Katze und das Spiel – zwei Begriffe, die zusammengehören.

Auch wenn Sie abends müde sind, sich nach Ihrem Feierabend sehnen, nehmen Sie sich Zeit für Ihren Vierbeiner!

Natürlich spielen gerade junge Katzen ausgiebig und oft unaufhörlich. Ich weiß noch genau, wie ich damals zu meinem Mann sagte: “Ich freu mich schon, wenn er endlich älter ist und endlich ruhiger wird!” Unser jüngster Kater hatte nämlich den eindringlichsten Spieldrang, den ich je erlebt hatte…

Doch Sie machen Ihrem Liebling eine große Freude, und Sie sind es ihm auch schuldig, wenn Sie ihm eine Spielstunde gönnen und, das wissen Sie aber auch selber, auch Sie selbst werden dabei bestens abschalten können!

Kurz zum Thema Katzenspielzeug: Wie oft haben wir schon das Neueste vom Katzenspielzeugmarkt stolz mit nach Hause gebracht, mit dem Ergebnis, daß keine einzige Katze die Errungenschaft so genial fand wie wir Menschen…

Die neue Einkaufstüte dagegen, die zufällig noch im Weg stand, oder das glitzernde Geschenkpapier, was noch in den Müll muß – die einfachen Sachen sind doch erwiesenermaßen immer noch die spannendsten für eine Katze…!

Hier einige Spielideen:

- Trullern Sie eine Kugel aus Alufolie
- ein großer Karton zum Verstecken
- ziehen Sie ein langes, breiteres Band hinter sich her
- Flummis werfen und trullern, gerne auch die Treppe runter
- etwas unter einem Teppich/Läufer bewegen
- weglaufen und verstecken…
- eine Katzenangel unter einer Decke bewegen
- Leckerlies trullern

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U: Urlaub

Was mache ich im Urlaub mit meiner Katze?

Grundsätzlich fühlt sich eine Katze zu Hause am wohlsten. Das heißt, wenn Sie es irgendwie einrichten können, lassen Sie Ihr Tier daheim und sorgen Sie dafür, daß ein lieber Freund oder Nachbar ein- bis zweimal am Tag vorbeischaut.

Wir selber bitten immer meine Mutter. So haben unsere Katzen dann einen Ansprechpartner, den sie bereits kennen und dem sie vertrauen. Ist es meiner Mutter nicht möglich, bei uns einzuhüten, gibt es für uns nur eine einzige weitere Lösung: KEINEN Urlaub.

Sicherlich gibt es auch Ausnahmen. Ich kenne Katzenhalter, die ihre Samtpfötchen immer mit in den Urlaub nehmen, da sie regelmäßig an den gleichen Ort, z.B. ein eigenes Appartement, mit dem Auto fahren. Wenn Sie Ihre Vierbeiner hieran von früh an gewöhnen, ist dieses sicherlich auch machbar. Allerdings auch dann nur bei einem nicht zu langen Transport per Auto und einer Unterkunft, die für die Katzen immer dieselbe ist.

Von Katzenpensionen o.ä. halte ich persönlich gar nichts, auch wenn es sicherlich ganz liebevolle Einrichtungen dieser Art gibt. Dies bedeutet für Ihren Liebling immer sowohl eine fremde Umgebung als auch fremde Menschen. Nichts ist da, was Ihre Katze kennt. Und Katzen sind Gewohnheitstiere, die sich nunmal in ihrer gewohnten Umgebung mit ihren geliebten Menschen am wohlsten fühlen.

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W: Wieviele Katzen?

Grundsätzlich gilt: Zu zweit wartet es sich besser auf seinen Menschen!

Aber: Es gibt auch Katzen, die absolute Alleingänger sind. Ein zusätzlicher Hausgenosse wird von ihnen nur ungerne akzeptiert geschweige denn geliebt!

Am einfachsten ist es, eine noch junge Katze bis zu 1 Jahr mit einem weiteren Hausgenssen vertraut zu machen. Ist Ihre Katze älter, überprüfen Sie genau ihren Charakter, Sie müssen selbst einschätzen, ob Sie Ihrem Liebling mit Zuwachs eine Freude machen oder sie damit überanspruchen.

Zu viele Katzen dagegen in einem Haushalt zeugen oft von falscher Tierliebe; es sei denn, Sie sehen sich als privates Tierasyl und verfügen über die entsprechenden Unterbringungsmöglichkeiten und vor allem Mittel!

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Zucht

Auch ich finde gewisse Katzenrassen schön, niedlich, anmutig, edel…

Aber ich spreche mich ausdrücklich gegen jede Art der Zucht aus, egal ob bei Katzen, Hunden, Pferden, Tiere welcher Art auch immer!

Zucht bedeutet, daß wünschenswerte Eigenschaften manipulativ gefördert werden, unschöne oder unliebsame Merkmale dagegen unterdrückt und ausgeschaltet.

Dies ist ein eindeutiger Eingriff in die Natur. Und jeder von uns, der sich gegen Gentechnik ausspricht, muß auch die Zucht an Tieren ablehnen!

Und vor allem ist eins eindeutig bewiesen: Eine Zucht führt in den meisten Fällen zu einer Überzüchtung, zu einer hochgradigen Übertreibung, die sich in kranheitsanfälligen oder gar von Geburt an kranken Tieren äußert! Keiner von uns sollte so etwas gutheißen. Denken Sie nur an die sogenannte Nacktkatze, eine Katze ohne jegliches Fell oder die für sie überlebenswichtigen Barthaare; sie ist der Stolz der entsprechenden Katzenzüchter. Können Sie sich nur annähernd vorstellen, wie so eine Katze sich fühlen mag, wie sie überleben soll, wenn ihr doch das Wichtigste überhaupt fehlt?!

Zucht aber bedeutet auch, daß die Katze wieder und wieder Babys bekommen muß – ob sie möchte oder nicht. Zucht bedeutet, daß meist viel (zu viele) Katzen auf engem Raum miteinander leben. Zucht beinhaltet oft auch Ausstellungen für die Katzen – wer einmal so eine “Show” besucht hat und sich in die Katzen dort hineinversetzt hat, weiß, wovon ich hier schreibe. Manche Züchter paaren auch Katze und Kater, die sich noch gar nicht kennen. Und so schlimm es ist, hier kommt es dann sogar manchmal vor, daß die Katze von dem Kater gar vergewaltigt wird.

Ein Leben als Zuchtkatze ist alles andere als ein glückliches Katzenleben. Die Zucht von Katzen dient einzig dem Züchter, der hiermit Geld verdienen möchte, der sich über seine Katzen darstellen möchte, oder der ein Hobby zu Lasten der Tiere hat, oder auch leider eine falsch verstandene Katzenliebe beweist. Denn viele kleinere Privatzüchter lieben ihre Tiere schon, doch haben Sie verlernt bzw. nie gelernt, all dies einmal aus der Sicht ihrer Katzen zu sehen…

Nicht zuletzt berate ich leider auch immer wieder Katzen, die vorher Zuchtkatzen waren, nun endlich in ein neues, liebevolles Zuhause vermittelt wurden, wo sie einfach nur Katze sein dürfen – die aber durch ihr bisheriges Leben so “gebrochen” wurden, daß sie erst einmal homöopathisch und oft auch seelisch unterstützt werden müssen. Denn auch wenn sie nun endlich so ein wundervolles Zuhause haben, so sitzt das Gewesene leider noch oft sehr tief in ihnen.

Sie merken, ich könnte hier Romane schreiben. Wichtig ist mir aber nur eins: Denken Sie einmal über Sinn und Unsinn einer Zucht nach und fragen Sie sich, ob Sie wirklich so etwas durch den Kauf einer Zuchtkatze unterstützen möchten oder ob nicht vielleicht eine Katze aus dem Tierheim auch Ihre Liebe verdient hätte.

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