Kategorie-Archiv: Teneriffa-KATZENBLOG

Katzenblog: Katzen auf Teneriffa

Angelo bekommt ein Zuhause

Die Familie, die Kimbali aufnehmen wollte, wo Kimbali aber ja 2mal wieder weg rannte, gefielt uns durchaus gut. Es sind liebe Menschen, die sich kümmern, und die Umgebung ist auch absolut katzengerecht.

Daher wollten wir es noch einmal versuchen und überlegten, welche Katze denn in diese Familie passen könnte. Für Kimbali war es nicht das richtige Zuhause. Welches Katzenkind aber würde sich dort pudelwohl fühlen, vom Charakter her?

Unsere Wahl fiel auf Angelo. Er war der mutigste und frechste der Kleinen. Er war am wenigsten scheu, selbstbewußt, liebte einfach nur sein kleines Katzenleben.

Zwar waren wir zu der Zeit nicht so ganz sicher, ob Angelo wirklich ein Angelo war oder eine Angela, aber nun gut.

4Und so verabredete sich meine Freundin erneut mit der Familie und packte Angelo ein.

Ein paar Tage später telefonierten sie. Alles war gut. Angelo ging es prima, schon nach nur 3 Tagen ließen sie ihn raus, problemlos.

Es war die absolut richtige Entscheidung.


Die kleine Peppi hat einen Unfall

Die kleine schwarze Peppi war schon immer die Schutzbedürftigste, schon alleine, weil sie das kleinste Baby aus dem Wurf war.

Sie hatte immer wieder leichte Katzenschnupfensymptome, die ich aber dank Homöopathie schnell in den Griff bekam.

Peppi war so ziemlich die Zutraulichste von allen Kleinen. Sie wußte, daß wir Menschen ihr helfen, sie schützen.

Sie kam immer zuverlässig zu den Fütterungen.

Doch an diesem einen Tag waren alle da, nur die kleine Peppi nicht. Ich fütterte alle, dann suchte und rief ich sie. Zum Glück saß sie gleich anbei im Gebüsch. Ich nahm Peppi hoch und trug sie zum Futter. Sie kippte um. Peppi konnte sich nicht mehr auf ihren Beinchen halten.

Ich setzte sie sofort in den Transportkorb, der zum Glück an der Futterstelle zu der Zeit parat stand. Ich fuhr mit ihr zu unserer Tierärztin.

Wir mußte eine gute Weile im vollen Wartezimmer warten. Dann kamen wir dran, Peppi wurde untersucht. Sie sollte ein wenig laufen, damit die Tierärztin sehen konnte, wie sie sich bewegte. Auch hier kippte sie sofort um. Peppi wurde geröngt.

Innere Organe waren zum Glück alle o.k. Es bestand der starke Verdacht, daß sie irgendetwas auf den Kopf bekommen hatte, daher ihr Gleichgewichtssinn nun gestört war. Wir beschlossen, daß Peppi in der Tierklinik dort zur Beobachtung bleiben sollte. Sie bekam dort einmal Cortison, weil Tierärzte dies einsetzen, damit das Gehirn nicht anschwillt bzw. eine evtl. Schwellung zurück geht.

Ich sagte, die Tierärztin kennt meinen Beruf, daß es hier ein homöopathisches Mittel gibt, das helfen kann. Dies hatte ich natürlich nicht dabei. Ich wollte es aber am nächsten Tag bringen.

Und so fuhr ich am nächsten Tag wieder hin. Peppi ging es recht gut, sie fraß prima, ließ sich von allen dort streicheln; sie war in einer größeren Box separat mit Katzenklo und Futter untergebracht. Ich gab ihr das homöopathische Mittel und bat die Tierärztin, ihr dies täglich einmal zu geben. Zum Glück ist auch dies bei dieser tollen Tierärztin hier überhaupt kein Problem.

Ich telefonierte täglich mit der Tierärztin, wie es der Kleinen ging. Es ging ihr gut, von Tag zu Tag besser, sie kippte recht bald schon nicht mehr um.

Nun mußten wir natürlich schnellstmöglich ein Zuhause für Peppi finden. Denn es war klar, “auf die Straße” zurück ging auf keinen Fall.

Und das Wunder geschah. Der liebe Mensch, der sich um Kitty kümmerte, war sofort bereit, die kleine Peppi zu sich aufzunehmen.

Es war der 24. Dezember 2015, als wir zusammen Peppi bei der Tierärztin abholten und sie in ihr neues Zuhause brachten.

Es ging ihr gut, sie konnte wieder ganz normal laufen, nur ihr Köpfchen war noch ein wenig schief. Es konnte sein, daß dies so bleibt, doch damit konnte sie gut umgehen, es störte nicht. Klar, daß ich hier homöopathisch weiter unterstütze.

peppiKaum war ich wieder zu Hause, nachdem ich Peppi in ihr neues Zuhause gebracht hatte, bekam ich den Anruf, daß Peppi weg sei. Ich dachte nur “nicht schon wieder”. Doch sie konnte nicht raus gelaufen sein, das war dieses Mal unmöglich. Sie mußte sich also irgendwo drinnen versteckt haben, was man so schnell aber nicht entdecken konnte.

Und so fuhr ich gleich wieder hin. Ich rief sie. “Da, ich hab sie gehört” – doch wo? Keine Peppi zu sehen. “Ich habe alles abgesucht, nur im Kamin hab ich nicht geschaut, und von da kam das Geräusch”. Also schaute ich in den Kamin, den Kamin hoch. Und da saß sie, die kleine schwarze Katze, oben auf einer Erhöhung im Kamin. Ich holte sie von da runter, sodaß ich selber aussah wie der Schornsteinfeger, doch alles war wieder gut.

Von da an wurde die Kaminöffnung mit einem großem Brett verschlossen…

Peppi lebte sich sofort schnell ein und genoß ihr neues Zuhause, ihr erstes Zuhause, mit ihrem ersten eigenen Menschen, der sich Tag und Nacht um sie kümmert.

Was für ein Weihnachtsgeschenk…

peppi2
Peppi heute

Kimbalis Vermittlung geht schief

Am gleichen Tag, als die kleine Bella vermittelt wurde, kamen später am Nachmittag Interessenten für ein weiteres Baby. Wir hatten einen Termin ausgemacht.

Es kam eine kanarisch-russische Großfamilie…, die mir dann mitteilten, sie würden doch gerne gleich 2 Katzenbabys nehmen, eines für sich, ein anderes für die junge Freundin der Tochter. Einen Korb hatten sie nicht mit.

Es war ein mittelschweres Chaos…

Ich versuchte, so gut wie nur möglich, die Lebenssituation herauszubekommen, damit ich sicher war, daß auch dies ein gutes Zuhause wäre.

Dann wurde überlegt, welche Katzen es denn sein sollten.

Die Wahl fiel auf Kimbali und Tigerle.

Nach sehr langen, nicht gerade einfachen Gesprächen, sagte ich, daß ich nun endlich die Katzen füttern müsse, zumal ich nur dann eine Katze in den Korb bekomme. Da ich das Problem im voraus ahnte, hatte ich zumindest eine kleine Katzentransporttasche dabei.

Die Katze, die ich zuerst in die Tasche bekam, war Kimbali. Begeistert war die arme Kleine natürlich nicht.

Eine weitere Katze aber wäre zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, denn es fehlte ja eine weitere Transportmöglichkeit für ein Kätzchen.

Wir besprachen, daß sie mir die Tasche zurück bringen und dann der Tigerle eingefangen wird.

Und so fuhr Kimbali im Auto davon.


Gleich am nächsten Tag bekam ich den Anruf, daß Kimbali noch in der ersten Nacht nach draußen entwischt sei und nicht wieder gekommen wäre. Ich fuhr natürlich sofort dorthin.

So konnte ich mir aber gleich auch ein gutes Bild vom neuen Zuhause vor Ort machen. Es war perfekt für eine Katze. Eine wundervolle, natürliche Umgebung, ein Traum. Die Familie kümmerte sich ganz lieb, an den großen katzenfreundlichen Hund mußte sich die neue Katze natürlich noch gewöhnen, ebenso wie an die dort bereits vorhandene ältere Katze.

Ich rief und rief Kimbali, suchte sie überall. Und dann sah ich die kleine süße weiße Katze – im Gebüsch. Sie mauzte, sie antwortete mir. Sie kam sofort zu mir, als sie mich sah und hörte. Ich nahm Kimbali auf den Arm und trug sie zurück in ihr neues Zuhause.

Kimbali
Kimbali

Dort war die Kleine zwar absolut aufgeregt, doch alles war gut. Sie spielte mit den neuen Menschen, die sich alle ganz liebevoll bemühten. Denn auch sie hatten sich natürlich große Sorgen gemacht.

Alles war wieder gut.

Doch 3 Tage später erhielt ich erneut den Anruf, daß Kimbali wieder nach draußen entwischt sei, nun schon 2 Tage nicht wieder aufgetaut war. Also fuhr ich wieder dort hin.

Diesmal kam Kimbali nicht, als ich sie suchte. Doch ihre neuen Menschen hatten an der Stelle, wo ich Kimbali das erste Mal draußen fand, Futter hingestellt. Und den Napf fanden sie immer später leer vor.

Ich war mir sicher, daß Kimbali sich hier bediente. Denn sie kannte ja diese Situation, so wie sie aufgewachsen war: draußen in freier Natur und Futter steht parat.

Ich fuhr zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal hin, denn es war nun mein Ziel, dann dort aufzutauchen, wenn es für Kimbali die bekannte Fütterungszeit von vorher war.  Wieder aber keine Kimbali.

Nun war die Kleine schon 3 Tage lang draußen alleine. Und so fuhr ich noch einmal hin, diesmal abends, zur abendlichen Fütterungszeit. Ich stand wieder dort, wo ich sie das 1. Mal fand. Keine Kimali. Nun beschloß ich, so lange dort zu warten, bis es dunkel wurde.

Wartend traf ich in dieser Zeit viele nette Leute, deutsche Touristen, die hier Urlaub machten und mir die Daumen drückten.



Und dann kam sie! Kimbali kam! Ich rief sie, doch sie kam nicht direkt zu mir. Sie war wieder im Gebüsch, kam diesmal aber nicht von selber zu mir. Und so kletterte ich hoch zu ihr. War klar, daß ich genau an diesem Tag einen äußerst unpraktischen langen Rock anhatte…

Kimbali wartete einfach im Gebüsch, bis ich mich zu ihr durchgewuselt hatte. Ich nahm sie auf den Arm und trug die Kleine durch das Gestrüpp – und setzte sie in den Transportkorb, den ich mitgenommen hatte.

Vorher hatte ich mit ihren neuen Menschen ganz in Ruhe und lange gesprochen. Wir waren überein gekommen, daß ich zum einen nicht andauernd kommen kann, um die kleine Katze einzufangen. Zum anderen hatten wir den Eindruck, daß Kimbali dort wirklich nicht glücklich war, warum auch immer.

Und so nahm ich Kimbali auf, sie kam zu uns nach Hause.

Kimbali bei uns Zuhause
Kimbali bei uns Zuhause

Bella bekommt ein Zuhause

Die kleine süße Bella war immer die jenige, die einzige, die mit mir redete… Sie maunzte und maunzte, wenn ich zum füttern kam.

Wir hatten nun ja alles versucht, für die Babys ein Zuhause zu finden, was wirklich schwierig blieb.

Einmal hielt ein Auto mit einem jungen Canario, der mich bei all den Katzen sah. Wie immer fragte ich “Möchtest Du ein Katzenbaby?” Und er antwortete mit “Ja”! Er zeigte gleich auf Bella, das kleine schwarze Wuschelchen. Wir vereinbarten, daß er dann einfach noch einmal mit einer Transportbox kommt, meine Futterzeiten gab ich ihm durch. Natürlich fragte ich ihn ein wenig aus, denn Bella sollte nur in ein tolles Zuhause kommen. Dieser “Interessent” lebt hier in der Nähe, mit Finca, also Grundstück in Natur, mit Frau und Kind, sowie einem älteren Kater. Also perfekt.

Doch leider kam dieser Canario die nächsten Tage nicht wieder. Dafür hielt einmal eine Frau im Auto an der Futterstelle, weil Bella einmal wieder gemächlich über die Straße lief. Die Frau bestaunte Bella und sagte immer wieder: “que guapa, que guapa” – was so viel heißt wie “wie hübsch, wie hübsch”…

Das ist Bella, jetzt Holy
Das ist Bella, jetzt Holy

Und dann kam der Canario doch noch einmal und sagte, er wolle nun das Katzenbaby aufnehmen. Wieder fiel sein Auge nur auf Bella. Neben ihm saß die Frau, die auch einmal staunend vor Bella im Auto anhielt! Wir verabredeten uns für den nächsten Tag.

Er kam ein wenig später, ich hielt die kleine Bella lange auf meinem Schoß fest. Guapa, ihre Mama, blieb, deutlich die Situation verstehend, direkt bei uns. Guapa tat mir sehr leid. Nun hatte sie schon ein Baby verloren, und nun sollte auch ihr zweites nicht mehr bei ihr sein. Dies brach mir für sie das Herz, denn Näschen hatte ja noch alle ihre 6 Babys. Doch ich wußte, Bella bekommt ein schönes Zuhause und diese Chance mußten wir einfach nutzen.

Dann kam der Canario mit seiner kleinen Tochter. Wir redeten ein bißchen, dann holter er den Korb und ich setzte die kleine Bella hinein. Ich zeigte sie noch einmal Guapa. Ich wußte genau, daß Guapa die Situation verstand.

Bella hatte nun ein neues Zuhause.

Ein paar Tage später habe ich den Canario angerufen und gefragt, wie es Bella ginge. Alles wäre gut, sie hieße jetzt Holy, und sie waren zum “Grundcheck” mit ihr auch schon beim Tierarzt. Und so war ich sicher, sie würden sich prima um die Kleine kümmern.

Süße Bella, ich wünsche dir ein ganz, ganz wundervolles, gesundes und langes Katzenleben in deinem neuen Zuhause.


Schüchternchen

Schüchternchen, der kleine Babykater von Guapa, er war anfangs der am wenigsten Zutraulichste. Doch es brauchte gar nicht so viel Zeit, dann hat er erkannt, daß er mir absolut vertrauen konnte. Und so konnte ich auch ihn bald streicheln, auf den Schoß nehmen, liebkosen. Und Schüchternchen war schon bald gar nicht mehr so schüchtern.

Er kam immer mit seiner Schwester Bella und seiner Mama Guapa über die Straße zur Futterstelle. Ich versuchte immer, diese 3 Katzen zu begleiten, wenn sie über die Straße kamen, vor der Fütterung oder danach. Es war natürlich eine Situation, die mir so gar nicht gefiel. Doch Guapa hatte das Feld gegenüber als den Zufluchtsort für ihre kleine Familie gewählt; sie fühlte sich dort sicher und gut aufgehoben mit ihren Babys.

Schüchternchen war verläßlich eigentlich immer bei jeder Fütterung da. Doch dann, eines Tages, fehlte er. Ich hatte kein gutes Gefühl und machte  mir natürlich Sorgen. Er fehlte auch bei den weiteren Fütterungen. Ich rief ihn, schaute überall, soweit möglich, beobachtete seine Mutter Guapa, wie sie sich verhielt, etc.

Einige Wochen später sagte mir meine Freundin, daß sie gehört hätte, daß Schüchternchen einen Unfall hatte. Mehr wollte ich gar nicht wissen.

Er durfte nur wenige Wochen alt werden. Schüchternchen, der aussah wie seine Mama Guapa: Langes, braunes Fell. Wie ein Lux, sagte immer der Mann  meiner Freundin. Schüchternchen, der gar nicht mehr schüchtern war.

Leider habe ich kein Foto von ihm.



8 Katzenbabys – und nun?

Nun hatten wir natürlich eine Aufgabe mit all diesen Katzen: 8 kleine Katzenbabys und ihre 2 Mutterkatzen.

Meine Freundin telefonierte ganz Nord-Teneriffa ab, fragte bei allen Tierschützern, bei Tierheimen, bei allen, die auch nur annähernd involviert bzw. engagiert waren in den Tierschutz hier vor Ort.

Doch die Essens war niederschmetternd. Die meisten nahmen nur Hunde auf, die anderen waren “voll mit Katzen”.  Oder aber die Katzenschützer galten als “Katzenmessies”. Die Privatleute hatten alle schon selber genügend Katzen oder lebten nur das halbe Jahr hier auf der Insel.

Und so gab es für uns nur eine Lösung: Wir mußten es selber schaffen. Wir fütterten die Katzen täglich und begannen sofort, Aushänge mit Fotos und “Zuhause gesucht” auszuhängen – bei örtlichen Tierärzten, in Futterläden und wo sonst noch Menschen unterwegs waren, die Interesse haben könnten. Und wir fragten jeden, den wir trafen, Deutsche wie Canarios, ob sie nicht jemanden wüßten, der gerne ein Katzenbaby aufnehmen würde.

Daß es nicht einfach werden würde, war uns klar. Und so war es dann auch.

Da dann  meine Freundin für 2 Monate nicht hier war, fütterte ich alleine – 3mal am Tag. Dies  hatte den Vorteil, daß alle Katzen nach und nach gutes Vertrauen zu mir gewannen. Denn man darf ja nicht vergessen, die Kleinen waren wild geboren, die Mütter kannten auch kein Zuhause.

Das ist Angelo.
Das ist Angelo.

Bei jeder Fütterung streichelte ich alle Katzen, die es zuließen. Ich blieb immer dabei, blieb dann noch weiter eine Weile. Die Katzen, die schon Vertrauen hatten, nahm ich immer auch einmal hoch auf meinen Schoß, gab ihnen ein Küßchen – und ließ sie wieder runter springen, wenn sie genug hatten.

Nun war es Winterzeit und somit auch Regenzeit. Und so stand ich dann bei Regen mit einem Schirm an der Futterstelle – alle Katzenbabys trocken unter dem Schirm beim Fressen, und ich wurde pitschenaß…

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Und so stelle ich dann die Hündehütte zur Futterstelle, die zum Glück an ein “grünes Dickicht” grenzte, sodaß man die Hütte nicht gleich von außen sah, die Katzen sich im Dickicht prima aufhalten und verstecken konnten.

Diese Hütte nahm Näschen mit ihren 6 Kleinen sofort an. Sie alle kamen mir auch bei Regen immer trocken entgegen. Doch die andere Mama, Guapa, kam mit ihren beiden Wollknäueln immer pitschenaß zur Fütterung. Denn sie ging über die Straße ins Grundstück gegenüber mit ihren Babys.

Und genau dies war eine der Gefahren dort, die Straßen, an der die Futterstelle lag. Natürlich ist hier nichts viel befahren, aber Autos fahren dort natürlich dennoch. Und so begleitete ich die Kleinen von Guapa immer, wenn sie kamen bzw. wenn sie zurück ins andere Grundstück gingen.

KatzenbabysEs war natürlich auch anstrengend für mich, aber ebenso immens dankbar. Es dauerte nicht lange, da lief mir die ganze “Meute” komplett entgegen, wenn ich zur Fütterung kam. 12 Katzen – ich fühlte mich ein wenig wie der “Rattenfänger von Hameln”…

Auch mein Auto erkannten sie sofort. Kam ich mit dem Wagen angefahren, dann liefen 12 Katzen zu meinem Auto, auch wenn ich ein wenig entfernter parkte. Dies mußte ich, denn ich hatte schon die Situation, daß dann mehrere Katzen unter meinem Auto entspannt saßen und ich nicht mehr los kam…

Sie alle wurden immer zutraulicher und natürlich größer.

Wir hofften weiter, alle vermitteln zu können, machten uns aber auch nichts vor.

Wir alle hatten selber schon viele Katzen. Und zum Glück, so gesehen, waren es 8 Babys, denn 1 oder 2 hätte ich sicherlich doch aufgenommen…

Die Mamakatzen müssen wir kastrieren lassen, sobald die Kleinen sie nicht mehr so brauchen. Auch dies stand natürlich noch an. Und wenn wir nicht alle Kleinen vermittelt bekommen, dann müssen später auch sie kastriert werden.

Tigerle
Tigerle

Nun mußte ich auch sehen, welches Kleine ein Mädchen ist und wer ein Junge. Denn wenn wir vermitteln können, möchte die Menschen dies natürlich wissen. Und für uns war es wichtig, denn die Mädels müssen natürlich zuerst kastriert werden. Bei manchen war es eindeutig, bei anderen hab ich mich zuerst vertan, bei anderen hat es sich erst sehr spät gezeigt.

Und sie mußten Namen bekommen.

Die kleinen hübschen Langhaarigen von Guapa nannte ich Bella (ein süßes Mädchen, Schwarz mit etwas Weiß) und Schüchternchen (ein kleiner Kater, der anfangs der Schüchternste war und aussah wie seine Mutter).

Kimbali
Kimbali

Näschens Wurf bekam die Namen Magic (der große Schwarze mit den weißen Pfötchen, weil er mich an einen Zauberstab erinnerte – ein Kater), Angelo (hier war lange unklar, ob Mädchen oder Kater; er war aber so frech, es mußte ein Kater sein; er war der Zutraulichste von Anfang an – der Langhaarige Weiße mit Getigert), Kimbali (das Weiße mit den blauen Augen – ich dacht erst, es wäre ein Kater, doch es ist ein Mädchen – so wurde aus Kimba Kimbali), dann Tigerle (eindeutig ein Kater, der Tiger), Chica (wie sich herausstellte ein Kater, der nun Paulo heißt – das größere langhaarige Kätzchen Weiß mit Schwarz), und Peppi (das kleine Schwarze, eindeutig ein Mädchen – sie hatte eine Zeit lang viele einzelne weiße Haare in ihrem weißen Fell und sah aus wie ein Igel – so kam ich auf Peppita, woraus Peppi wurde).

Katzenbabys
Vorne ist Paulo, dann von links nach rechts: Mama Näschen, Magic, Kimbali, Tigerle, Peppi

Schwarz wurde kastriert

Am Freitag wurde Schwarz kastriert.

Es war nicht einfach, vor Ostern noch einen Termin zu bekommen, denn eigentlich war unsere Tierärztin komplett ausgebucht. Doch ich schilderte die Situation, daß Schwarz eine Streunerkatze ist, nun drinnen bei meiner Freundin in einem kleinen Zimmer war, wir sie dort nicht Tage lang einsperren konnten. Und so hatten wir Glück und bekamen für Freitag ganz früh noch einen Termin. Denn zum Glück war Schwarz praktisch sofort nicht mehr rollig, als sie nicht mehr draußen war.

Ich fuhr am Freitag in aller Frühe morgens mit meiner Freundin mit Schwarz in Korb und Auto zusammen hin – Schwarz maunzte die ganze Fahrt lang.

Die Kastration verlief problemlos, und meine Freundin holte Schwarz am Nachmittag wieder ab, wieder zu meiner Freundin nach Hause.

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Am nächsten Tag rief mich meine Freundin an, daß Schwarz an der OP-Stelle noch zu bluten schien. Ich ging sofort rüber, denn dies sollte natürlich normalerweise nicht sein.

Es ging Schwarz prima, sie schnurrte, sie fraß, doch tatsächlich trat an der Stelle immer wieder ein wenig frisches Blut aus. Auch den Faden der Naht sah ich nicht mehr. Eine offene Stelle war zum Glück aber nicht groß zu erkennen.

Sie mußte sich entweder den Faden selbst gezogen haben, oder aber sie kam unglücklich mit ihrer einen Vorderpfote, die sie nicht so gut kontrollieren kann, ihre Problempfote, an die OP-Stelle bzw. die Naht.

In Rücksprache mit der Tierärztin verbanden wir die OP-Stelle erneut. Zusätzlich gab ich Schwarz ein homöopathisches Mittel zur Unterstützung der Wundheilung. Und  meine Freundin beobachtete sie weiter gut.

Am nächsten Tag rief mich meine Freundin zweimal an, daß alles gut ist. Die OP-Stelle war trocken, keine neue Blutung. Alles war und ist gut.

Jeannys Vermächtnis

Eine Zeit lang fütterte ich an der Futterstelle ein paar erwachsene Katzen: Jeanny, Snoopy, Schwarz und Feliz – und wer sich ab und zu dort sonst noch einfand.

Snoopy war ein junger Kater, den man immer sofort daran erkannte, daß er einen erst einmal angähnte…

Feliz war ein älteres, schwarz-weißes Katzenmädchen, das sich über jede Streicheleinheit, jede Zuneigung, sichtbar riesig freute.

Jeanny ist die Katze, die ich als junges Kätzchen kennenlernte und einmal mit auf unsere Finca kam, dann aber beschloß, daß ihr Zuhause doch an der Futterstelle ist.

Und Schwarz ist die “schwarze Humpelkatze”, die ich heute noch mit meiner Freundin füttere und betreue.

Irgendwann aber kamen diese Katzen immer weniger und wir mußten nur noch selten bis gar nicht mehr füttern. Ich sah sie aber immer wieder; sie mußten also eine andere Futterquelle haben.

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Dann eines Tages, rief mich meine Freundin an: “Das muß ich dir erzählen, das glaubst du nicht: mehrere junge Tigerkatzen in der Nähe der Futterstelle!”

Ich traf meine Freundin ein paar Tage später an der Futterstelle, wir quatschten, und dann sahen wir sie: mehrere junge Tigerchen auf der Mauer. Keine Babys mehr aber noch nicht ausgewachsen. Es mußte Jeannys zweiter Wurf sein.

Aber auch hier brauchten wir nicht füttern, sie hatten wirklich alle eine andere Anlaufstelle.

Und dann, eines Tages, kam keine Katze mehr. Wir sahen keine einzige Katze mehr. Irgendetwas Furchtbares mußte passiert sein. Wir wußten nicht was, doch es war natürlich ganz schlimm. So viele Katzen, keine mehr da.

Jeanny, Feliz und Snoopy habe ich nie wieder gesehen.

Es war dann im Sommer 2015, daß wir zwei ausgewachsene Tiger-Katzenmädchen bei der Futterstelle antrafen. Und so fütterten wir diese zwei wieder. Es mußten die Töchter von Jeanny sein. Sie hatten überlebt.

Die beiden kamen regelmäßig, sie waren dankbar für das gesicherte Fressen.

Und dann, so im August/September 2015 die Überraschung: 6 kleine Katzenbabys! Die eine Tigerkatze, ich nenne sie Näschen, hatte einen Wurf mit 6 Babys, die unterschiedlicher nicht hätten sein können: Ein ganz kleines Schwarzes, ein Tigerchen, ein Mittleres mit längerem Fell in Weiß mit Getigert, ein großes Schwarzes mit weißen Pfötchen, ein Größeres mit längerem Fell in Weiß mit Schwarz und ein Weißes mit getigertem Schwanz und himmelblauen Augen.

Näschens bunter Wurf
Näschens bunter Wurf – Näschen ist die große Tigerkatze links im Bild

Ihr Aussehen war so unterschiedlich, die Größe war unterschiedlich, und doch mußten sie alle so ca. 6 Wochen jung gewesen sein.

KatzenbabysEines Tages war ich wieder am Katzenfüttern. Ich hatte alle versorgt und wie immer genau nachgezählt, alle 6 Babys waren da. Und dann sah ich hinter dem Zaun gegenüber noch ein Katzenbaby! Und bei genauerem Hinsehen dahinter noch ein zweites! Ich traute meinen Augen nicht, doch auch dies war wahr. Die zweite Tigerkatze hatte auch einen Wurf im gleichen Alter. Sie hatte zwei wunderhübsche Langhaarkatzen geboren. Diese Mama hatte selber langes Fell. Und weil sie so hübsch war, nannte ich diese Mama Guapa, was Spanisch ist und übersetzt hübsch bedeutet.

Katzenbabys
das Tigerchen, das Weiße mit Getigert und das kleine Schwarze

Und so fütterte ich nun 3mal am Tag 12 Katzen: 8 Katzenbabys mit ihren 2 Mamas, den Papakater und Schwarz, die auch wieder aufgetaucht war.

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Aktuelle “Streunerlage”: Schwarz ist rollig!

Schwarz, die “schwarze Humpelkatze”, die auch noch einen Schnupfen hat, ist rollig!

Ich kenne sie ja praktisch, seitdem wir hier leben. Wir haben immer gedacht, sie wird nicht rollig, warum auch immer, halt wegen ihrer Behinderung.

Schwarz vorne m Bild...
Schwarz vorne m Bild…

Doch gestern dann lief sie dauermaunzend neben mir her. Ich dachte erst sie hätte Schmerzen. Doch als sie dann freudig dem Papakater hinter her lief, war klar – sie ist rollig!

Es wäre eine Katastrophe, wenn diese Katze gedeckt wird. Nicht nur, weil der Deckakt für eine Katzendame sehr schmerzhaft sein kann, sondern auch, es wäre nicht auszudenken, wenn sie Babys bekäme. Nicht auszuschließen ist aber auch, daß sie doch schon Babys hatte, aber keines überlebt hat. Denn durch ihre Behinderung ist sie nicht so beweglich und hätte sich selber und somit auch die Babys nicht so versorgen können.

Also, Kastration steht an und ist jetzt die einzige Lösung. Zum Glück war meine Freundin so lieb und hat Schwarz sofort zu sich genommen, damit sie erst einmal drinnen ist und nicht trächtig werden kann. Und noch einmal zum Glück – Schwarz fühlt sich dort wohl! Wir hatten natürlich Bedenken, daß sie mit dem Eingesperrtsein nicht zurecht kommt. Doch das Gegenteil scheint der Fall. Ihr Schnupfen ist besser, sie meckert oder maunzt nicht, sie scheint sogar nicht mehr rollig.

Ich warte nun auf den Rückruf der Tierärztin, denn wir wollen sie natürlich nicht zu lange dort eingesperrt lassen; sie muß also bald kastriert werden.

Der Papa ist der Schwarz-Weiße
Der Papa ist der Schwarz-Weiße

Der Nickhautvorfall vom Papakater geht langsam auch zurück. Er hatte dann auch entzündete Augen, was mir so gesehen aber auch homöopathisch half. So gab ich ihm entsprechend homöopathische Mittel, und meine Freundin schaffte es sogar, ihm kolloidales Silber in die Augen zu geben.

Maske, der auf unserer Finca nun täglich mehrmals zum Fressen kommt, hat leider doch nach wie vor die Verdickung am Bauch. Vom Aussehen her kann es leider ein Tumor sein. Doch dies hat er nun ja eine längere Zeit, mehrere Monate, es geht ihm gut, es wird nicht größer. Entsprechend unterstütze ich auch Maske mit der Homöopathie in dieser Hinsicht. Aber auch Maske muß ggf. einmal kastriert werden,  wobei ich bei ihm aber den Eindruck habe, daß er gut damit zurecht kommt, daß er nicht kastriert ist. Wenn er kastriert wird, lasse ich von der Tierärztin natürlich auch die Verdickung begutachten und einschätzen, etc.

Katze schaut um die Ecke
Maske ist halt auch neugierig…

Einzig möchte Maske halt nach wie vor gerne auch zu uns rein… Er ist aber so lieb und akzeptiert, so lange er nicht kastriert ist, daß dies leider im Moment wirklich nicht geht. Er bleibt artig draußen und wartet dort. Kommt er doch ein paar Meter rein, hört er sofort auf meine Worte und dreht sich um…

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Wundervolle Kitty

Es war im Sommer 2015, als meine Freundin, die in der Nähe der Futterstelle wohnt, mich anrief: “Hier ist eine neue Katze, ein Auge sieht gar nicht gut aus”. Ich ging sofort hin.

Ja, diese Katze war neu; auch ich  hatte sie noch nie gesehen. Ihr eines Auge war nicht mehr zu sehen, dafür war dieser gesamte Augenbereich stark geschwollen, vereitert, entzündet.

Die Katze war sofort zutraulich. Sie ließ sich streicheln, sogar hoch nehmen.

Am nächsten Tag fuhr meine Freundin mit ihr zur nächsten Tierärztin. Es war klar, daß diese Wunde schon länger bestand. Das eine Auge war nicht mehr vorhanden.

Wo immer diese Katze plötzlich her kam, sie hat gespürt, wo sie Hilfe bekommt.

Sie blieb mehrere Tage bei der Tierärztin, die sich liebevoll kümmerte. Jeder mochte diese Katze, denn diese Katze mochte jeden Menschen. Die Wucherung am Auge wurde operiert, entfernt. Sie bekam einen Trichter, dann eine Drainage. Das Gewebe wurde untersucht. Und das Schlimmste wurde bestätigt: es war ein bösartiger Tumor.

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Kitty am Anfang mit Trichter

Wir suchten dringend ein gutes Zuhause für diese Katze, denn auf die Straße konnten wir sie nicht wieder lassen. Und wir selber hatten ja schon genug Katzen und hätten nicht genügend Zeit, uns ausreichend um sie zu kümmern. Wir fanden ein wundervolles Zuhause für sie, wo ein lieber Mensch ganz viel Zeit für sie hatte, ohne weitere Katzen, mit langer Katzenerfahrung.

Kitty glücklich bei ihrem Menschen
Kitty glücklich bei ihrem Menschen

Wir nannten diese Katze Kitty.

Ich besuchte die beiden oft. Es war einfach nur schön zu sehen, wie genügsam, lieb und dankbar Kitty war. Sie genoß ihr Leben in vollen Zügen. Sie war glücklich dort.

Kitty geht es prima
Kitty geht es prima

Doch leider begann der Tumor wieder zu wachsen. Aufgrund der ungünstigen Stelle waren Tumorzellen übrig geblieben.

Wir versuchen alles, was möglich war, um das Wachstum zu stoppen. Sie bekam homöopathische Mittel, Moringa, kolloidales Silber; wir kontaktieren extra einen Menschen, der von Aloe arborescens als super Mittel bei Krebs schwärmte, das wir natürlich sofort für Kitty auch zubereiteten (Aloe mit Honig und Alkohol).

Sie hatte keine Schmerzen, es ging ihr gut. Sie genoß alles, sie gab so viel Liebe zurück. Einmal hat sie sogar einen Freigangs-Nachtausflug vorgezogen (natürlich haben wir uns sehr gesorgt…).

eine Nacht lang war Kitty draußen unterwegs...
eine Nacht lang war Kitty draußen unterwegs…

Der Tumor veränderte sich. Außen sah man eine riesige Wunde, im Rückblick nun ein offener Tumor. Es breitete sich trotz allem weiter aus.  Doch wir hatten immer Hoffnung, denn Kitty ging es gut, es gab keine Metastasen. Vielleicht war es nun doch nur noch eine starke Entzündung?

Doch dann, eines Tages, bemerkte ich bei Kitty, daß ihr gesundes Auge eine riesige Pupille zeigte. Kitty wurde blind.

In diesem Moment wußte ich, daß wir den Kampf verloren hatten. Der Tumor war definitiv weiter gewachsen, auch innen, nicht nach außen sichtbar.

Aber auch als Kitty nicht mehr sehen konnte, gab sie uns all ihre Liebe, genoß sie jeden einzelnen Moment.

Und dann kam der Zeitpunkt, daß sie Atemprobleme bekam.

Wir wußten, der Tumor würde sich immer weiter ausbreiten. Es bestand aus unserer Sicht die Gefahr, daß Kitty plötzlich keine Luft mehr bekommen könnte. Und dies wollten wir ihr natürlich ersparen.

Die Tierärztin kam nach Hause. Kitty schlief somit zu Hause, bei ihrem geliebten Menschen, ich war auch dabei, hatte sie vorher noch lange auf meinem Schoß, für immer ein.

Es waren 4 Monate, die wir mit Kitty verbringen durften. Wir sind unendlich dankbar dafür, daß wir diese wundervolle Katze kennen lernen durften und sie uns all ihre Liebe gab. Und wir sind unendlich traurig darüber, daß diese Zeit mit ihr so kurz war, daß wir kein Wunder vollbringen konnten.

Danke Kitty, wir werden dich nie vergessen.

Kitty